Skip to main content

Berlin Marathon | Amanal Petros läuft zum neuen Deutschen Rekord

Ein Tag für die Geschichtsbücher. Tigst Assefa stürmte am Brandenburger Tor nach sensationellen 2:11:53 Stunden ins Ziel und stellte damit einen phantastischen neuen Weltrekord beim BMW BERLIN-MARATHON auf.  Die 22-jährige Tigst Assefa unterbot die Marke der Kenianerin Brigid Kosgei, die in Chicago 2019 eine Zeit von 2:14:04 gelaufen war, gleich um 2:11 Minuten.
Eliud Kipchoge wurde zum Rekordsieger des Rennens. Der Kenianer triumphierte zum fünften Mal in Berlin und siegte mit einer Weltklassezeit von 2:02:42 Stunden. Zwar verpasste der 38-Jährige seinen eigenen Weltrekord von 2:01:09 deutlich, doch er erreichte immer noch die achtbeste je gelaufene Zeit. Gemessen an den beiden Siegzeiten war der 49. BMW BERLIN-MARATHON das schnellste Rennen aller Zeiten über die klassische Distanz. Zusammengerechnet ergibt sich eine Zeit von 4:14:35 Stunden. Zum zweiten Mal nach 1999 hält das Rennen in Berlin beide Marathon-Weltrekorde.

Mit Amanal Petros lief auch ein SCCer zu einem Rekord. Für das Marathon Team Berlin startend, lief Amanal Petros in die Top10 und unterbot mit 2:04:58 seine 2021 in Valencia aufgestellte Bestmarke deutlich und verbessert seinen Deutschen Rekord um 1:29min. Schnellste Läuferin aus unseren Reihen war Debbie Schöneborn (ebenfalls für das Marathon Team Berlin startend) in 2:27:35. Insgesamt gingen fast 500 SCCer und SCCerinnen beim diesjährigen BMW BERLIN-MARATHON an den Start. Folgend die gewohnte Auswertung der schnellsten Top10 Männer/Frauen sowie die Topleistungen je AK (ohne MTB-Mitglieder).

1. Amanal Petros 2:04:58 (NR) 9.   1. Deborah Schöneborn 2:27:35 19.
2. Felix Ledwig 2:25:49 120.   2. Carolin Richter 2:54:40 157.
3. Reinardus van Wel 2:29:56 210.   3. Alena Kühlein 3:05:26 350.
4. Rico Berger 2:30:03 215.   4. Helena van Thiel 3:07:32 395.
5. Moctare Simpore 2:31:01 239.   5. Barbara Pflieger 3:08:42 415.
6. Philipp Hoffmann 2:32:39 284.   6. Viviane Jaekel 3:18:03 704.
7. Erik Brauer 2:34:05 343.   7. Maja Hitij 3:19:03 755.
8. Edgar Mikolajek 2:37:57 534.   8. Jenny Schmidt 3:20:05 804.
9. Tinusch Jalilvand 2:39:53 677.   9. Nicole Höpfner 3:23:23 958.
10. Robin Schilff 2:41:15 751.   10. Katharina Litz 3:24:28 1021.

 

MJU20 Vincent Valassis 3:11:02 1.          
MH Moctare Simpore 2:31:01 62.   WH Carolin Richter 2:54:40 40.
M30 Felix Ledwig 2:25:49 39.   W30 Sybille Cramer 4:10:50 1087.
M35 Rico Berger 2:30:03 52.   W35 Barbara Pflieger 3:08:42 72.
M40 Gero Meissner 2:41:22 121.   W40 Katja Treichel 3:28:28 194.
M45 Reinardus van Wel 2:29:56 4.   W45 Viviane Jaekel 3:18:03 72.
M50 Peter Stück 3:06:54 258.   W50 Jenny Schmidt 3:20:05 35.
M55 Georg Kallidis 2:57:21 36.   W55 Renate Hoidn 4:00:57 156.
M60 Andreas Wachsmuth 2:56:19 9.   W60 Ingunn Sighvatsdóttir 3:59:29 47.
M65 Carl Heine 3:36:52 34.   W65 Beate Seyfarth 4:13:56 17.
M70 Klaus Fiebig 4:14:08 26.          

Foto Rabea: ©Sergi Sanchez
Foto Amanal: ©SCC EVENTS/Sebastian Wells OSTKREUZ

 

Das 30. Midsommar Meeting glänzt mit Leichtathlet:innen der Spitzenklasse

Am kommenden Sonntag, dem 30. Juli 2023, jährt sich zum 30. Mal das Midsommar Meeting des SCC Berlin. Bei diesem traditionellen Leichtathletik-Event im Berliner Mommsenstadion stehen Lauf- und Sprungwettbewerbe im Fokus. Zur Jubiläumsveranstaltung kündigten sich absolute Top-Athlet:innen an.

Midsommar Meeting als Teil der World Athletics Continental Tour
Erstmals in der Geschichte des Midsommar Meeting sind die Disziplinen des Hauptprogramms Teil der World Athletics Continental Tour, dementsprechend gilt die Veranstaltung als WAT Challenger Meeting. Dass die Leichtathlet:innen der Spitzenklasse das Event im Berliner Westen zu schätzen wissen, beweist ein Blick in die Meldelisten, der spannende Duelle prophezeit.

Europameisterin trifft auf Asienmeisterin bei den 200 Metern
Am Sonntagabend wird es beim Rennen über 200 Meter bei den Frauen zu einem absoluten Programmhighlight kommen, wenn die Europameistein gegen die Asienmeisterin antritt. Gina Lückenkemper vom SCC Berlin trifft als zweifache Europameisterin 2022 (100 und 4 x 100 Meter) auf Veronica Shanti Pereira als zweifache Asienmeisterin 2023 (100 und 200 Meter). Die Sprinterin aus Singapur dürfte mit ihrer Bestzeit von 22,69 Sekunden über 200 Meter die Lokalmatadorin mit ihrer Bestmarke von 22,67 Sekunden in Bedrängnis bringen können. Der Veranstaltung-Rekord von Rebekka Haase (23,28 Sekunden) aus dem Jahr 2021 ist auf jeden Fall in Gefahr.

400-Meter-Rennen der Revanche mit Chance auf Meeting-Rekord
Bei den 400 Metern der Frauen ist das vollständige Podium der diesjährigen Deutschen Meisterschaft vertreten. Hier darf also Revanche genommen werden, wenn die aktuelle Deutsche Meisterin Skadi Schier (SCC Berlin) auf die Vize-Meisterin Corinna Schwab (LAC Erdgas Chemnitz) und Alica Schmidt (SCC Berlin) als Dritte über die 400 Meter in Deutschland trifft. Auch bei diesem Rennen wackelt der Meeting-Rekord, denn alle drei Starterinnen weisen Bestzeiten auf, die unter der Event-Bestleistung von Madeleine Price aus dem Jahr 2021 liegen.

Internationale Spitzenkonkurrenz beim Frauen-Dreisprung
Sarah-Michelle Kudla vom SCC Berlin stellt sich als Deutsche Vize-Meisterin mit einer persönlichen Bestleistung von 13,53 Meter einer starken internationalen Konkurrenz im Dreisprung. Aus Aserbaidschan reist Yekaterina Sariyeva als nationale Rekordhalterin mit 13,89 Metern an. Außerdem im Feld: Die Polin Agnieszka Bednarek mit einer Bestleistung von 13,58 Metern. Bereits auf dem Papier verspricht dieser Dreikampf im Dreisprung einen sehenswerten Wettbewerb. Die Meeting-Bestleistung von Caroline Joyeux mit 13,44 Metern scheint obsolet.

Heißer Schlagabtausch bei den Männern und Para-Bestleistungen
Bei den Männern wird es über die 100 sowie 200 Meter zu einem heißen Schlagabtausch kommen. James Adebola vom SCC Berlin fordert mit Bestleistungen von 10,33 Sekunden über 100 Meter und 20,64 Sekunden über 200 Meter den Briten Adam Clayton heraus. Clayton wartet im Mommsenstadion mit persönlichen Rekorden von 10,27 Sekunden respektive 20,49 Sekunden auf. Über die 400 Meter Hürden tritt unter anderem Sérgio Fernández an. Der Spanier wurde 2016 Vize-Europameister in dieser Disziplin. Ali Lacin vom Gastgeber SCC Berlin erzielte bei der Para-Leichtathletik-Weltmeisterschaft in diesem Jahr den 5. Platz im Weitsprung. Am Sonntag soll es ein Sprung aufs Treppchen werden.

Auch das MARATHON TEAM BERLIN wird mehrfach vertreten sein
Das von SCC EVENTS geförderte MARATHON TEAM BERLIN wird beim Midsommar Meeting ebenfalls vertreten sein. Blanka Dörfel sowie Christina Gerdes lassen sich einen Start über die 1.500 Meter nicht entgehen. Tobias Singer tut es ihnen gleich, schnürt aber zusätzlich noch die Schuhe über die 800 Meter. Dörfel, Gerdes und Singer laufen tags zuvor bei der von SCC EVENTS organisierten adidas Runners City Night über 5 bzw.10 Kilometer mit (zur adidas Runners City Night versenden wir am Donnerstag eine eigenständige Pressemitteilung). Übrigens erhalten alle Teilnehmenden der adidas Runners City Night beim Midsommar Meeting ein ERDINGER alkoholfrei, wenn sie mit Startnummer kommen. Die vielversprechenden Leichtathletik-Wettbewerbe im Charlottenburger Mommsenstadion beginnen am Sonntag ab 13:00 Uhr

Weitere Information auf unserer Veranstaltungsseite.

Der SCC Berlin trauert um Christoph Kopp

Der ehemalige Abteilungsvorsitzende Christoph Kopp ist tot. Der einflussreiche und erfahrene Lauf-Funktionär und Manager verstarb am Freitag in Berlin nach kurzer, schwerer Krankheit. Er wurde 75 Jahre alt.

 

Den BERLIN-MARATHON hat Christoph Kopp als Koordinator des Elitefeldes (bis 1997) ebenso zu den hochklassigsten Rennen der Welt geführt wie später den Mainova Frankfurt-Marathon oder auch das Berliner 25-km-Rennen. Zudem betreute Christoph Kopp etliche der deutschen Top-Marathon- und Straßenläufer als Manager mit seinem Team vom International Sport Service (ISS), das nun von seinem Sohn Philipp und Sandra Wolter weitergeführt wird.

 

In Berlin geboren, wuchs Christoph Kopp in Schwenningen auf und kam dort zur Leichtathletik. Als Sprinter aber im seltenen Fall sogar Zehnkämpfer war er in der Jugend aktiv für die Turngemeinde Schwenningen und machte dann 1965 seinen Übungsleiter-Schein. Drei Jahre später kam er nach Berlin zurück, wurde Cheftrainer der Leichtathleten bei der Berliner Turnerschaft und wechselte 1974 in dieser Funktion zum SCC Berlin.

 

Der Industriekaufmann, der bis zuletzt in der Hauptstadt auch weiterhin seine Kabelfirma leitete, wurde dann für einige Zeit Trainer und Sportwart beim SC Charlottenburg. Zwischen 1999 und 2004 war Christoph Kopp Präsident des Berliner Leichtathletik-Verbandes (BLV) und dabei stark involviert in die letztlich erfolgreichen Berliner Bewerbungen um die Leichtathletik-Weltmeisterschaften.

 

Als Anfang der 80er Jahre die ersten Marathonrennen in die europäischen Innenstädte zogen, wurde Christoph Kopp ehrenamtlicher sportlicher Leiter des BERLIN-MARATHON. Schon vorher war er für Einladungen von Läufer:innen für den Berliner Cross-Country-Lauf am Teufelsberg verantwortlich. Er entwickelte den MARATHON (bis 1997) zu einem der hochklassigsten weltweit und baute nicht nur im Elite-Bereich Verbindungen auf, von denen das Rennen heute noch profitiert.

 

Christoph Kopp war praktisch rund um die Uhr immer erreichbar in Sachen Laufsport. Er besaß schon Mitte der 80er Jahre ein Mobiltelefon, das mit dem damals nötigen Zubehör noch die Dimensionen eines Aktenkoffers hatte. Mit seiner stets verbindlichen Art und seiner außergewöhnlichen Persönlichkeit erreichte er viel für den BERLIN-MARATHON und sorgte zudem für ein ausgezeichnetes Arbeitsklima. Das ging sogar so weit, dass der Elite-Koordinator Mitte der 90er Jahre am Vorabend des Rennens bis weit in die Nacht hinein eine Party auf dem Dachboden seines Berliner Hauses feierte.

 

1997 nahm die „Party“ ein jähes Ende. Der Grund: Christoph Kopp war beim BERLIN-MARATHON zu erfolgreich! Mit neun Läufern unter 2:10 Stunden hatte das Rennen für damalige Verhältnisse unglaubliche Ergebnisse produziert. Zudem stellte die irische Debütantin Catherina McKiernan einen Streckenrekord und inoffiziellen Debüt-Weltrekord auf. Die damit verbundenen Prämienzahlungen brachten den Veranstalter-Klub SC Charlottenburg aber in wirtschaftliche Bedrängnis. Damals wurden eingeschränkte Zeit-Prämiensysteme - bei denen zum Beispiel nur die ersten drei Athleten Gelder bekommen, sofern sie unter einer bestimmten Zeit laufen - noch nicht eingesetzt.

 

Der SCC Berlin trennte sich nach dem Marathon 1997 von Christoph Kopp, was zum Glücksfall für andere Veranstalter wurde. Denn der Berliner übernahm nach und nach bei immer mehr bedeutenden deutschen aber auch ausländischen Rennen die Rolle des Elite-Koordinators. Enorme Erfolge hatte er vor allem beim Mainova Frankfurt-Marathon, wo Wilson Kipsang 2011 den Weltrekord nur um vier Sekunden verpasste.

 

Neben Frankfurt war Christoph Kopp mit seinem ISS-Team zuletzt unter anderem bei den Marathonläufen in Hannover und München sowie bei etlichen weiteren Straßenrennen im Einsatz. Zusammen mit dem früheren ISTAF-Chef Gerhard Janetzky veranstaltete Christoph Kopp einige Jahre auch den traditionellen Berliner 25-km-Lauf. Dabei wurden 2010 erstmals überhaupt bei einem internationalen Straßenrennen gleich beide Weltrekorde gebrochen. 2020 und 2021 war das ISS-Team während der Corona-Lockdowns in fast alle bedeutenden deutschen Eliterennen entscheidend involviert. Christoph Kopp bewies auch dort, dass er immer ein mutiger Trendsetter war.

 

Trotz der Trennung vor gut 25 Jahren kooperierte Christoph Kopp auch weiterhin mit dem BERLIN-MARATHON und mit dem heutigen Race-Direktor Mark Milde. Wenn es zum Beispiel um mitunter komplizierte Einladungen von Athleten ging, war der Berliner, der auch exzellente Verbindungen nach Ost-Europa hatte, ein gefragter Partner.

 

Der Aufstieg des deutschen Elite-Marathons, an dem er einen nicht zu unterschätzenden Anteil hat, war Christoph Kopp eine Freude und Verpflichtung zugleich: Als Manager war er mit seinem ISS-Team für rund 50 Athleten tätig, darunter Deutschlands Marathon-Rekordler Amanal Petros.

Text: Jörg Wenig / Race News Service

 

Philipp Pflieger auf seiner Abschiedsrunde schnellster SCCer

Mit dem 42. GENERALI BERLINER HALBMARATHON wurde am vergangenen Wochenende die neue Laufsaison offiziell eröffnet und doch herschte auch eine Abschiedsstimmung. SCCer und Marathon Team Berlin Mitglied Philipp Pflieger verkündete Ende letzter Woche, dass der Halbmarathon sein letzter Lauf als Profiathlet sein wird. Auf seiner letzten "Ehrenrunde" leistete er zunächst noch Pacearbeit für die spätere Gewinnerin Eilish McColgan (GBR), die bei ihrem Halbmarathondebüt in Berlin mit 65:43 min einen neuen nationalen Rekord aufstellte. Trotz der Grüße an seine Fans und Unterstützer an der Strecke und keiner großen Ambitionen für dieses Rennen war Philipp dennoch schnellster SCCer mit einer Zielzeit von 66:50min und Platz 50 im Gesamtklassement. Es folgten Tobias Singer auf Platz 72 (68:21min) sowie ein Dreiergespann aus Robin Schilff, Timo Göhler (beide 69:25min) und Andrew Warburton (69:26min) auf den Plätzen 90, 91 und 93. Zusammen mit Filip Vercruysse (69:36min, Platz 98) liefen somit 6 SCCer in die Top100.

Bei den Damen war erneut Debbie Schöneborn schnellste SCCerin und mit einer Zeit von 72:12min auch schnellste Deutsche, Platz 13 im gesamten Frauenfeld. Kurz dahinter folgten die jungen Athletinnen Mariia Mazurenko (73:01min) auf Platz 18 und Blanka Dörfel (73:13min) auf Platz 20. Insgesamt befinden sich sieben SCCerinnen untern den 100 besten Frauen, darunter u.a Agnieszka Kibiersza, die als W45-Athletin eine beachtliche Zeit von 1:23:11h (Platz 95) erzielte und somit den Berliner Rekord von ihrer Trainingskollegin Karsta Parsiegla (1:23:58h) in dieser Alterklasse übernimmt. Karsta ist aber weiterhin stolze Berliner Rekorde-Inhaberin über die Distanzen 10km, Halbmarathon, 25km und Marathon in AKs W50 und W55 und konnte beim GENERALI BERLINER HALBMARATHON ihren erst im Januar aufgestellten W60-Rekord noch einmal auf 1:31:10h steigern.

Insgesamt befanden sich unter den über 35.000 Teilnehmern 500 Finisher des SCC Berlin. Im folgenden listen wir die Top10 der SCC-internen Wertung sowie die jeweiligen Altersklassenschnellsten (ohne MTB-Mitglieder) auf. Die gesamte Ergebnisliste kann hier eingesehen werden.

  FRAUEN         MÄNNER    
1 Debbie Schöneborn 01:12:12 13.   1 Philipp Pflieger 01:06:50 50.
2 Mariia Mazurenko 01:13:01 18.   2 Tobias Singer 01:08:21 72.
3 Blanka Dörfel 01:13:13 20.   3 Robin Schilff 01:09:25 90.
4 Christina Gerdes 01:16:15 35.   4 Timo Göhler 01:09:25 91.
5 Carla Morgenroth 01:17:02 43.   5 Andrew Warburton 01:09:26 93.
6 Helena van Thiel 01:23:09 94.   6 Filip Vercruysse 01:09:36 98.
7 Agnieszka Kibiersza 01:23:11 95.   7 Felix Ledwig 01:09:57 104.
8 Anna Kreilkamp 01:24:20 108.   8 Philipp Hoffmann 01:11:18 132.
9 Anna-Lena Koberstein 01:27:16 160.   9 Christian Krannich 01:11:41 143.
10 Alena Kühlein 01:29:14 215.   10 Oskar Mainusch 01:11:55 151.
                 
  ALTERSKLASSENWERTUNG  
U18 Isabella Fischer 01:41:48 3.          
U20 Ronja Sühlo 01:57:41 21.   U20 Vincent Valassis 01:24:27 10.
H Mariia Mazurenko 01:13:01 10.   H Robin Schilff 01:09:25 46.
30 Sabrina Jaap 01:49:01 344.   30 Timo Göhler 01:09:25 26.
35 Maja Hitij 01:30:35 24.   35 Philipp Hoffmann 01:11:18 20.
40 Susanne Toebs 01:32:02 20.   40 Filip Vercruysse 01:09:36 7.
45 Agnieszka Kibiersza 01:23:11 1.   45 Reinardus van Wel 01:12:15 3.
50 Irina Berenfeld 01:36:46 20.   50 Daniel Büchel 01:28:29 73.
55 Sabine Lahmann 01:37:21 5.   55 Georg Kallidis 01:20:02 8.
60 Karsta Parsiegla 01:31:10 1.   60 Fahri Özcan 01:37:10 25.
65 Beate Seyfarth 01:54:04 5.   65 Carl Heine 01:44:30 21.
70 Marion Sarasa 01:48:44 1.   70 Klaus Fiebig 01:48:21 6.

Skadi Schier krönt ihren Positivtrend mit Gold und Silber bei der DHM

copyright Fotos Gina und Skadi: KJPeters

An den beiden vergangenen Wochenende fanden die Deutschen Hallenmeisterschaften der Aktiven und Jugend (U20) in Dortmund sowie die Deutschen Winterwurfmeisterschaften in Halle /Saale statt.

Bereits bei den Berlin-Brandenburgischen und Norddeutschen Meisterschaften zeichnete sich ab, dass der Wechsel zur Trainingsgruppe von Sven Buggel für Skadi Schier eine gewinnbringende Entscheidung war. Von Wettkampf zu Wettkampf sammelte sie über 200m und 400m neue persönliche Bestleistungen. So kam es, dass sie nicht nur die DM-Normen für beide Strecken erfüllte, sondern über die 400m mit einer PB von 53,21s die Meldeliste vor Alica Schmidt (53,28s) anführte und somit zu den heißen Medaillenkandidatinnen gehörte. Und dieser Favoritenrolle wurde Skadi auch gerecht. Ihr Halbfinale konnte sie, trotz einem nicht idealen Rennen, gewinnen und erneut ihre PB steigern. Alica belegte in ihrem Lauf den zweiten Platz (53,77s q), sodass beide SCCerinnen im Finale aufeinander trafen. Hat Skadi ihre Stärke auf den ersten 200m, setzte sie sich von Anfang an vor das Feld und rettete die Position mit einer Streckung ins Ziel, was war zwar einen Sturz mit sich führte, aber genauso auch die Goldmedaille und ihre erste Zeit unter der 53-Sekundenmarke (52,93s). Für Alica liegt die Stärke auf den zweiten 200m, was in der Halle zum Nachteil hat, da diese nicht mehr in Bahnen gelaufen werden und somit für den Überholvorgang auf der 200m-Rundbahn mehr Weg zurückgelegt werden muss. Auf der Zielgerade wird es eng, aber leider verpasst Alica (53,43s) um 2-Hundertstel die Bronzemedaille. >> zum 400m-Finale

Gemeinsam kämpften Alica und Skadi mit Leonie Kluwig und Michelle Janiak bei der 4x200m-Staffel um die vorderen Plätze. Mit einem engaierten Rennen der beiden und einem cleveren Laufweg von Alica aus der Schlusskurve heraus sprinteten die SCCerinnen zu Staffelsilber (1:36,28min) und verpassten Gold denkbar knapp! >> zum Staffelfinale

Ebenfalls ihrer Favoritenrolle gerecht wurde Gina Lückenkemper über 60m. Sowohl ihren Vorlauf als auch das Halbfinale konnte sie Gefährdung gewinnen und somit den direkten Einzug ins Finale klar machen. Nachdem sie in der kurzen Wintersaison stabil um die 7,16s - 7,18s gesprintet ist, wollte sie im Finale ihre PB (7,11s) angreifen. Vom Start weg hielt sie mit der Konkurrenz mit, konnte auf der zweiten Hälfte ins "Rollen" kommen und lief somit zur Goldmedaille. Die Freude bei GIna war doppeltgroß, blieb die Zeit bei einer 7,05s stehen, was Meeting-Rekord (7,06s) und knapp Deutscher Rekord (7,04s) bedeutet hätte. Doch diese Zeit wurde dann doch noch auf 7,17s korrigiert. "(...) Ich habe es noch nie erlebt, dass eine Siegerzeit so extrem, über eine Zehntel hochkorrigiert wird. Ich hoffe, dass mir noch jemand erklären kann, wie das zustande gekommen ist. Ein paar Hundertstel hoch - kein Problem. Vollkommen normal. Dass da jetzt aber eine 7,17 steht, obwohl eine 7,05 angezeigt wurde, verstehe ich nicht. Das ist keine schlechte Zeit, um Gottes willen!(...)".  >> zum 60m-Finale

Komplettiert wird das gute Ergebnis unserer Sprinterinnen von Vanessa Hammerschmidt, die nach einer langen Verletzungspause erst zwei Wochen vor der DHM bei der Norddeutschen Meisterschaft in die Wintersaison einstieg und direkt die 60mH-DM-Norm erfüllte. Bereits im Halbfinale lief sie knapp an ihre PB ran (8,43s) und qualifizierte sich somit für das Hürdenfinale. Dort bestätigte sie die Leistung und kann mit einem 7. Platz sehr zufrieden sein. >> zum 60mH-Finale

Eine Woche später bei der Jugendmeisterschaft gelang Gavin Claypool ebenfalls der Sprung ins Hürdenfinale. In einem engen Finale kratzte Gavin am Podest und seiner PB. Ergebnis steht dann der 4. Platz mit einer Saisonbestleistung von 7,95s. >> zum 60mH-Finale MJU20

Ebenfalls mit einer neuen PB im Vorlauf startete Nadine Reetz (57,12s) in den 400m-Wettbewerb. Dies bedeutete die sechstschnellste Zeit im Vorlauf und somit doch auch überraschend die Qualifikation für das A-Finale. Dieses lief Nadine engagiert an und lief so gut im Feld mit, wurde dann jedoch noch auf den letzten Minuten überholt, sodass am Ende der 6. Platz und eine erneute neue PB (57,02s) zu Buche stand. >> zum 400m-Finale WJU20

Zusammen mit Gavin und Nadine konnten Dean Fröhlich, Achuo-Sone Nseh und Elvin Opare sowie Vivien Widera,  Selina Fähnrich und Munachismo Chikezie jeweils in der U20-Staffel wertvolle Erfahrungen bei einer Deutschen Meisterschaft sammeln und belegten jeweils einen guten 13. Platz in einem 30er-Meldefeld.

Bei den Winterwurfmeisterschaften in Halle präsentierten sich unsere Neuzugänge Emily Scherf und Soraya Sprenger im Diskuswettbewerb der WJU18 stark. Bei winterlichen Temperaturen und somit nicht ganz einfachen Bedingungen im Ring schleuderte Soraya ihre Scheibe 43,76m weit und platziert sich somit hinter der überragenden Curly Brown (51,07s) auf dem Silberrang. Emily haderte leider etwas mehr mit den Bedingungen und kam nicht über die 40,91m hinaus, was dennoch für einen guten 4. Platz reichte.

Nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis, aber dennoch unter die Top8 schafften es auch Alina Reh über die für sie kurze 3.000m-Distanz (4. Platz;  8:55,80min) und Torben Brandt im Diskuswurf (6. Platz; 59,93m).

Wir gratulieren allen Athleten und Athletinnen zu ihren Leistungen und bedanken uns beim Betreuerteam für die Organisation vor Ort.

230219 DHM AbschlussDie Silberstaffel mit Trainer Sven, Physiotherapeutin Claudia sowie Vanessa und Nadine

Erfolge bei der NDM lassen optimistisch auf Deutsche Meisterschaften blicken

Nach den Norddeutschen Meisterschaften in Neubrandenburg sowie den Winterwurfmeisterschaften im Berliner Sportforum fällt die Bilanz auch sehr positiv aus. Insgesamt konnten 13 Norddeutsche Meistertitel, 3 Silber und 5 Bronzemedaillen gewonnen werden, wobei wir in Neubrandenburg sogar die Medaillenspiegel (10|2|5) anführten und auch bei der NDM Winterwurf zu den erfolgreichsten Vereinen gehörten.

Besonders stark präsentierten sich Tobias Singer (800m, 1.500m), Skadi Schier (200m, 400m, 4x200m mit Leonie Kluwig, Nadine Reetz und Michelle Janiak) und Mohammad Alsalami (Weit-, Dreisprung) und sammelten fleißig Goldmedaillen. Zusätzlich erkämpften sich Vanessa Hammerschmidt (60m Hürden), Sarah-Michelle Kudla (Weitsprung), Gavin Claypool (60m Hürden U20), Soraya Sprenger (Diskus WJU18), Torben Brandt (Diskus) und Mark Sterling (Hammer M60) Norddeutsche Meistertitel. Emily Scherf (Diskus WJU18) und Lucia Hemeling (3000m) wurden Vizemeisterinnen. James Adebola gewann den Vizetitel über 200m sowie Bronze über 60m. Weitere Bronzemedaillen gingen an Laurids Koster (800m), Robin Schilff (3000m), Leonie Kluwig (60m) und Nadine Reetz (400m WJU20).

Medaillenspiegel

Die Erfolge der vergangenen Wochen lassen uns optimistisch auf die anstehenden Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund bzw. den Deutschen Winterwurfmeisterschaften in Halle/Saale blicken. Der SCC ist mit insgesamt 35 Athleten und Athletinnen gemeldet. Zu den heißen Medaillenkandidaten gehören Gina Lückenkemper (60m) sowie Alica Schmidt und Skadi Schier (beide 400m und 4x200m), die jeweils die Deutsche Bestenliste anführen. Aber auch Alina Reh (3.000m), Torben Brandt (Diskus) sowie Emily Scherf und Soraya Sprenger (beide Diskus WJU18) haben sehr gute Chancen im Kampf um die Medaillen mitzuspielen.

Live-Ergebnisse & Livestreams: 18./19.2. DHM | 25./26.2. DJHM + DM Winterwurf